Hypnose

Hypnose in der Zahmedizin

Viele Menschen denken bei Hypnose an Varieté-Vorstellungen, bei denen willenlose, fremdgesteuerte Teilnehmer zu peinlichen Aktionen veranlasst werden. Es gibt aber auch eine ernsthafte Verwendungsform der Hypnose. Sie hat sich in den letzten Jahren zunehmend auch in der Schulmedizin etablieren können und bietet zahlreichen Patienten eine schmerzfreie Alternative zu konventionellen Anästhesie-Methoden.

Was passiert bei einer Hypnose?

Mittels einer Hypnose kann ein speziell geschulter Arzt den Patienten in einen anderen Bewusstseinszustand versetzen (griechisch hypnos = Schlaf, Gott des Schlafes). Im Gegensatz zur klassischen, direkten Methode – bei der schwingende Pendel, Lichtpunkte etc. zum Einsatz kommen – wird in der zahnärztlichen Praxis vor allem die indirekte Hypnose angewendet. Sie basiert auf dem Gespräch zwischen Arzt und Patient und hat einen schlafähnlichen Trancezustand zum Ziel. Dabei können drei Stadien erreicht werden: In leichter Trance fühlt sich der Patient müde und schwer, schließt meist unwillkürlich die Augen und flackert mit den Lidern, während der Puls langsamer schlägt und die Atmung ruhiger wird. Eine innere Abkapselung von der Außenwelt vollzieht der Patient bei einer mittleren Trance. Er nimmt kaum noch wahr, was um ihn herum geschieht, und folgt nur seiner Fantasie. Eine tiefe Trance schließlich versetzt den Patienten in eine Art Tiefschlaf, die ihn ganz und gar schmerzunempfindlich machen kann. Meist kann er sich im Anschluss nur sehr begrenzt an die Trancephase erinnern – auch wenn er, was häufig passiert, in tiefer Trance die Augen geöffnet hat. Dieser Zustand wird mit der Hypnose in der Zahnmedizin angestrebt.

Welche Vorteile hat eine Hypnose?

Unter Hypnose kann ein Patient eine eigentlich unangenehme Zahnbehandlung vollkommen entspannt und schmerzfrei erleben. Insbesondere Angstpatienten, ob ihre Phobie der Spritze oder dem Eingriff gilt, profitieren ebenso wie Allergiker sehr davon. Auch Patienten mit starkem Würgereiz oder Verspannungen im Kieferbereich empfinden Behandlungen unter Narkose als deutlich angenehmer. Doch nicht nur die Behandlung kann ohne Stress und Schmerzen verlaufen; auch die Nachblutungen werden reduziert und die Wundheilung beschleunigt. Nach dem Eingriff treten weniger Beschwerden auf. Aus all diesen Gründen empfiehlt sich eine Hypnose keineswegs nur für bestimmte Patientengruppen, sondern für alle Patienten, Kinder eingeschlossen. Erfahrungsgemäß sind rund 80 Prozent der Erwachsenen gut hypnotisierbar, weitere 10 Prozent sogar sehr gut. Bei Kindern gestaltet sich eine Hypnose etwas aufwendiger, mit individuellerer Herangehensweise, wirkt jedoch ebenso gut wie bei Erwachsenen.

Elham Majdani verfügt über eine Zusatzausbildung in zahnärztlicher Hypnose und hat die Methoden vielfach in der Praxis eingesetzt und verfeinert. Sie ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose e. V. (DGZH). Wenn Sie Interesse an einer Hypnose haben, beraten wir Sie gern eingehender zu den Prinzipien und Vorgehensweisen dieser Technik.

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